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Rohasche: Sie stellt den anorganischen Teil eines Futters dar (Mengen und Spurenelemente, z.B. auch Silikate ). "Rohasche" ist seit langem ein Begriff aus der Futtermittel-Analyse. Gemeint ist hier der Anteil an Mineralien eines Futters (Eisen, Kupfer, Zink, Selen etc.), also all das, was nicht verbrannt werden kann (Bestimmungscode). Wenn ein Futter beispielsweise aus ganzen Tieren hergestellt wurde, so zählen auch Sandkörner aus dem Intestinalbereich der verwendteten Tiere als unverbrennbare Materialien und werden als Rohasche analysiert.
Rohfaser: Rohfaser besteht im wesentlichen aus Teilen der pflanzlichen Zellwand. Sie ist im Darmkanal nur schwer abbaubar und übt demzufolge eine Ballastfunktion aus.
Rohfett: Alle Inhaltsstoffe die in Petroläther löslich sind werden als Rohfett bezeichnet. Neben den reinen Fetten umfaßt die Analyse auch Wachse, Fettsäuren und fettlösliche Vitamine.
Rohprotein: Um den Rohproteingehalt bestimmen zu können, muß durch ein bestimmtes Verfahren (Kjehdahl) der Stickstoffanteil (N) ermittelt werden. Der Stickstoffanteil wird dann mit dem Faktor 6,25 multipliziert (im Rohprotein sind 16% Stickstoff enthalten). Im Rohprotein sind somit auch Aminosäuren enthalten.
Mengenelemente: sind z.B. Calcium, Phosphor, Natrium, Kalium, Magnesium.
Spurenelemente: sind z.B. Zink, Kupfer, Eisen, Selen, Jod, Mangan.
Ballaststoffe: Das Tier benötigt auch schwer- und unverdauliche Stoffe in der Nahrung. Man versteht hierunter in erster Linie Anteile der pflanzlichen Zellwand. Ballaststoffe beeinflussen nicht nur den Füllungsdruck im Darm, sondern halten auch mikrobielle Synthesen im Gleichgewicht. Das heißt, Ballaststoffe beeinflussen auch die Verdauungsgeschwindigkeit, wodurch eine optimale Verwertung der Nahrung ermöglicht wird.
Vitamine: Vitamine Sind lebensnotwendige organische Nährstoffe, die vom Mensch oder Tier nicht ausreichend oder gar nicht synthetisiert werden können und dem Körper somit über die Nahrung zugeführt werden müssen. Man unterscheidet fett- oder wasserlösliche Vitamine. Fettlösliche Vitamine sind Vitamin A. D, E und K; wasserlösliche sind die B-Gruppe und Vitamin C.
Vitamin A (Retinol): Das Vitamin A wird oft auch als Epithelschutz- oder als Wachstums - Vitamin bezeichnet. Das Vitamin A ist u.a. dafür verantwortlich, dass Schleimhäute aufgebaut und abgedichtet werden.
Vitamin B1 (Thiamin): Vitamin B1 ist für eine Reihe wichtiger Stoffwechselvorgänge verantwortlich.
Vitamin B2 (Rivoflavin): Unterstützt physiologisch die Atmungskette und ist an der Wasserstoffübertragung und am Zitronensäurezyklus beteiligt.
Vitamin B6 (Pyridoxin): Ist für den Stoffwechsel der Aminosäuren und Eiweiße unentbehrlich.
Vitamin B12 (Kobalamin): Kommt in fast allen Körperzellen vor. Kobalamin wird im Magen durch Magensäure freigesetzt. Weitere Aktivitäten finden dann im Dünndarm statt. Blutarmut und erhöhte Fettwerte der Leber könnten auf einen Vitamin B 12 - Mangel zurückzuführen sein.
Vitamin C: Ascorbinsäure stärkt das Immunsystem und ist für die Kollagenbildung mit verantwortlich
Vitamin D-Gruppe (Calciferole): Vitamin D3 (Cholecalciferol) und Vitamin D2 (Ergocalciferol) sind die wichtigsten aus dieser Gruppe. Diese Vitamine fördern vor allem die Calcium und Phosphor Absorption (Aufnahme) im Darm.
Vitamin E (Tocopherlole): Vitamin E hat u.a. Bedeutung für die Atmungskette sowie für die Aufspaltung von Fettsäuren.
Vitamin K (Medanion/K3): Vitamin K ist für die Produktion von Blutgerinnungsfaktoren notwendig. Ein Mangel verzögert die Blutgerinnung. Unter den Futtermitteln sind Fisch und Leber reich an Vitamin K.
Nicotinsäure (Niacin): Die Nicotinsäure ist als Co-Ferment wesentlich am Energiestoffwechsel und damit an fast allen Umsetzungsvorgängen des Kohlehydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsels, sowie des Hormon-, Vitamin- und Mineralstoffwechsels beteiligt und dafür essentiell.
Cholin: Cholin Ist als Bestandteil des Lecithins im Stoffwechsel der Fette unentbehrlich (lipotroper Effekt). Es stimuliert die Antikörperbildung im Lebergewebe.
Pantothensäure: Die Pantothensäure ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt und hat einen wesentlichen Einfluß auf die normale Hautfunktion und Pigmentierung der Haare.
Folsäure: Der Folsäurekomplex ist für die komplizierten Transformierungen bei der Blutbildung unbedingt erforderlich, da er sowohl die Bildung der roten und weißen Blutkörperchen steuert, als auch die Antikörperbildung fördert.
Vitamin H (Biotin): Das Biotin ist ebenfalls an einer Reihe von Stoffwechselvorgängen beteiligt und stellt außerdem einen Mikronährstoff für Darmbakterien dar. Neueste wissenschaftliche Arbeiten konnten die überragende Bedeutung für das Fruchtbarkeitsgeschehen sowie das Wachstum und den Hautstoffwechsel nachweisen.
Selen-Eiweißkomplex: Der Selen-Eiweißkomplex ist als Faktor-3 bekannt. Dieser Komplex erreicht im Zusammenwirken mit dem Vitamin E eine 500mal größere Wirkung als das isolierte Vitamin E. Dadurch läßt sich auch die gesteigerte Fruchtbarkeit durch ständige Zufütterung von Hefe bei Zuchttieren erklären.
Malucidin: Es ist eindeutig bewiesen, daß ein spezifisches hefeeigenes Antibiotikum (Malucidin) stimulierend auf das Wachstum wirkt. Dieses Malucidin verhindert vor allem ein ungestörtes Vermehren von Coli-Keimen und damit Störungen in der Mikroflora des Magentraktes. Die für das Tier geeignete Keimflora wird gefördert. Eine weitgehend störungsfreie Entwicklung und geringere Infektionsanfälligkeit werden hierdurch gewährleistet.
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